Über die vergangenen zehn Jahre hinweg ist eine Bibliothek von bemerkenswertem Umfang entstanden. Inzwischen 200 Artikel illustrieren sowohl die Fortschritte der Digitalisierung der Krankenhauslandschaft als auch die eigene Unternehmensgeschichte. „Die inhaltliche Verantwortung für unser Magazin ist während dieser Zeit durch verschiedene Hände gegangen, einzelne Handschriften lassen sich erkennen, die Beiträge begeistern aber allesamt auf ihre eigene Weise“, beschreibt Julian Herrmann, Kommunikationsleiter bei POLAVIS, die Gesamtausgabe. „In der Retrospektive eine wahre Herkulesaufgabe, denn wir setzen auf Artikel mit redaktionellem Anspruch, die gleichermaßen authentisch, relevant und gut recherchiert sind. Übrigens war das Thema unseres ersten Beitrags: die elektronische Patientenakte – bezeichnend dafür, wie gut die Inhalte altern.“
Große Zäsuren kamen mit der Pandemie und dem Krankenhauszukunftsgesetz. Die älteren Jahrgänge greifen noch vielfach auf spontane Interviewformate mit interessanten Gesichtspunkten (Digitalisierung als Zukunftsrezept gegen den Ärztemangel) und bekannten Gesprächspartnern (Dr. Peter Gocke oder Maximilian Nägele) zurück. Fördermittel für Digitalisierung und die zunehmende Akzeptanz der Patientenportale haben den Fokus des Magazins dahingehend umgelenkt – heute bilden entsprechende Beiträge das thematische Gros.
Themen und Gesprächspartner machen die Qualität aus
„Patientenportale sind unsere Kernkompetenz, auf Aspekte wie Projektierung und Betrieb des Portals wird im Magazin eingegangen und insbesondere mit Kunden über Erfahrungen gesprochen. Damit begegnen wir sicherlich den Erwartungen. Erfolgsmeldungen sind Geschichten, die ich gerne in den Themenplan aufnehme; insbesondere Gespräche mit zufriedenen Kunden machen Spaß. Ich positioniere das Magazin aber ganz klar abseits einer Dauerwerbesendung und setze allgemein auf Entwicklungen im Krankenhaussektor“, fasst Julian Herrmann den Anspruch zusammen. „Ein Auseinandersetzen mit relevanten Veröffentlichungen im Sinne von Abstrakten und Stellungnahmen gehört bei uns zum Grundrauschen, daneben bilden beispielsweise gut vorbereitete Interviews echte Glanzpunkte. Dabei können ähnliche Antritte im Gesundheitswesen im Mittelpunkt stehen – wie in meinem ersten eigenen Interviewbeitrag mit Tobias Gebhardt, damals noch Geschäftsführer von GWA Hygiene, heute CEO bei Hypros – oder Transformationsaspekte, wie ich sie mit Eckhard Remich diskutieren durfte, der für Change- und Prozessmanagement im UKSH verantwortlich zeichnet. Oder es geht um relevante Projektierungsexpertise, wie sie Gunnar Sieweke von sharemagazines und Stefan Stengel vom Lübecker Start-up-Akzelerator Gateway49 eingebracht haben.“

Das Krankenhaus der Zukunft ist für POLAVIS Leitbild und erstrebenswertes Ideal eines dauerhaften Transformationsprozesses. Die eigenen Produkte sind wichtige Bausteine dieser Zukunftsvision. Es ist ein lebendiges Konstrukt aus Entwicklungen der Krankenhauslandschaft, aus substanziellen Impulsen, beispielsweise durch den Gesetzgeber oder übergreifende technische Neuerungen, und literarischen Erarbeitungen; auch zu letzteren trägt das Magazin bei. Abseits wurde ein Whitepaper der Vision erstellt, im Magazin selbst dann eine eigene Kategorie darauf aufgebaut: eine Zusammenfassung gestaffelter Zukunftsperspektiven, Herausarbeitungen einzelner Aspekte wie der Neuen Arbeit, Experteninterviews mit Meinungsbildnern wie Dr. Theresa Ahrens vom Fraunhofer IESE und natürlich auch eigene Sichtweisen auf den Transformationsfonds und den damit verbundenen Herausforderungen für Kliniken und Krankenhäuser.
„Für mich am schönsten sind aber Artikel, die aus Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen der unterschiedlichen Fachbereiche hervorgehen. Was uns begeistert, was uns ausmacht, was wir bewegen können – anfangs verhalten, heute verstärkt setzen wir damit auf authentische Einblicke, machen uns für Kunden, Interessenten, Mitarbeitende und Kandidaten erlebbar. Sie lassen sich auch in der Fülle an Magazinbeiträgen leicht ausmachen, sind aber zusätzlich in unserem Karrierebereich verlinkt.“
Konzeption und Schreiben sind bewusst Handarbeit
Das POLAVIS Magazin arbeitet zwar ohne feste Erscheinungstermine, dafür jedoch mit einer hohen Schlagzahl von sechs neuen Beiträgen im Quartal. „Jährliche Routinen, gute Redaktionsplanung und eine klare Aufgabenverteilung helfen uns dabei, dieses Volumen zuverlässig und in hoher Qualität zu produzieren. Wir setzen auf eine lehrbuchhafte inhaltliche Integration, entwickeln Inhalte zunächst kanalübergreifend und übernehmen sie nach Abstimmung ins Magazin“, gibt Julian Herrmann Einblicke in die Herangehensweise. Oft geben sich bedeutende Themenschwerpunkte selbst vor, beispielsweise die groß angelegte Kommunikation rund um Produktlancierungen oder Messeteilnahmen. Daneben kündigt sich das Handeln des Gesetzgebers oft längerfristig an. „Die besten Ideen für Artikel entstehen aber dank der kurzen Wege zwischen Kundenbetreuung, Produktentwicklung, Kommunikations- und Presseteam und der Geschäftsführung.“
Unabhängig vom späteren Format – Produktbericht, Kundenreportage, Interview oder Stellungnahme – werden Grundlagen eingehalten: eine eindeutig formulierte Zielsetzung, ein Inhaltskonzept mit klarem rotem Faden, das sich an der Zielgruppe orientiert, und ein hoher Qualitätsanspruch. „Ist der rote Faden gut aufgespannt, ergeben sich beispielsweise Gliederung oder Interviewfragen fast von allein. Gute Fragen machen ein hervorragendes Interview. Und daraus entstehen Artikel, die sich von der Masse abheben. Aus diesem Grund schreiben wir auch selbst und explizit für unsere Zielgruppen. Eine Künstliche Intelligenz (KI) in Form eines Sprachmodells könnte heute bedeutend schneller abliefern und die Algorithmen der Suchmaschinen besser ansprechen, ihre konzeptionellen Grundlagen stehen aber für Mittelmaß, darüber möchten wir schon hinausgehen. Ich freue mich immer wieder, wenn Leserinnen und Leser dies bemerken und mich darauf ansprechen. Trotzdem nutzen wir KI-Unterstützung: Transkription, Quellenrecherche oder die Suche nach Begrifflichkeiten und Synonymen gehen im Zusammenspiel einfach schneller.“
